Cranio-Sacral-Therapie

Eine von vielen Betrachtungsweisen wie Cranio wirkt: Unser Körper speichert jede Erfahrung (Gefühle, Empfindungen, emotionalen Ballast). So lassen Wut, Angst, Trauer, Stress jeder Art unsere Faszien verdichten. Auch unverarbeitete Gefühle werden in unserem Bindegewebe gespeichert.

Emotionaler Stress lässt uns verkrampfen. Im Bereich des Magens zum Beispiel, sehr häufig auch im Nacken und in der Herzgegend. Da Faszien auch alle unsere Organe umschließen, kann es dadurch auch zu Verspannungen kommen. Unser Herz zieht sich zusammen, der Herzbeutel verspannt sich, eine Laus läuft über die Leber, etwas geht dir auf die Nieren. Du fühlst dich beklommen und kurzatmig, weil deine Bronchien und Lungen dicht machen. Unsere Faszien verhärten, verfilzen und ziehen sich zusammen. Schlacken sammeln sich an. Nerven werden gequetscht. Man fühlt sich unwohl, müde, unbeweglich.

Doch die Rolle der Faszien geht weit über die physische Ebene hinaus. Sie dienen nicht nur als mechanische Unterstützung, sondern reagieren auch auf psychische Einflüsse, insbesondere auf Stress. Unverarbeitete Emotionen wie Angst, Wut, Hilflosigkeit und traumatische Erlebnisse können sich im faszialen Gewebe regelrecht „verkapseln“ und dort lange Zeit gespeichert bleiben – vergleichbar mit einem Tagebuch, in dem unser Körper alle Erlebnisse archiviert. Dann umschließen unseren Faszien unseren Körper und unsere Psyche wie die Mauern einer Burg.

Der Psychoanalytiker Wilhelm Reich hat diese Schutzfunktion aus Verspannungen, Verhärtungen und Einschränkung der körpereigenen Gewebe und Flüssigkeiten den „Muskelpanzer“ genannt. Heute spricht man auch von „Einfrieren“ von ungelebten Gefühlen. Wenn wir nicht lernen, uns wirkungsvoll zu entspannen und loszulassen, erhöht sich unsere Grundspannung, ein erhöhter Tonus wird zum Normalzustand. Sprich, dir fällt gar nicht mehr auf, dass du angespannt bist.

Auch die Traumaforschung hat erkannt: Ein Trauma oder eine seelische Verletzung ist nicht im Ereignis gespeichert, sondern im Körper. Der Volksmund spricht vom Schrecken, der in die Glieder fährt. Das Ereignis ist vorbei, doch der Körper speichert jede Erfahrung in unseren Faszien, Muskeln und in unserem Bindegewebe. Ein Blick in die Tierwelt veranschaulicht uns das Ganze nochmal. Ein Reh, dass plötzlich von einem Lux überrascht wird, hat keine Zeit, Angst zu haben. Sein zentrales Nervensystem aktiviert in Millisekunden sämtliche Kräfte, um sein Überleben zu sichern. Ist die Gefahr gebannt, weil sich das Reh in Sicherheit bringen oder den Lux abschütteln konnte, fängt es an zu zittern. Dies tut es so lange, bis es wieder ganz ruhig und entspannt ist. Das Reh ist jetzt in der Lage, zu seiner Herde zurückzukehren und nach Nahrung zu suchen, als wäre nie etwas geschehen.

Durch das Zittern entlädt sich der Körper von der Spannung und den chemischen Substanzen, die den Körper in einer traumatischen Situation überladen. Neurogenes Zittern ist also ein regulierender Mechanismus unseres Körpers, um erlebte Anspannung schnell abzubauen und zu einem Zustand von Ruhe und Entspannung zurückzukehren. Bedauerlicherweise haben wir Menschen diese Fähigkeit in uns abgetötet und unterdrückt. Ohne das Zittern ist unser Körper gezwungen, die massive Ladung in unsere tiefen Muskelschichten umzuleiten. Dort wird sie festgehalten und unsere Muskulatur kontrahiert. Die Folge sind chronische Zustände von Spannung im Körper.

Durch die Cranio Sacrale Impulsregulation haben wir eine Möglichkeit, die gespeicherten Emotionen im Körper sanft zu lösen und den Körper in die gewünschte Balance zu bringen. Da ich eine Mobile Praxis führe komme ich gerne zu Ihnen nach Hause wo Sie oder Ihr Baby / Kind die Einheit entspannt in gewohnter Umgebung genießen können.